Zirkuli Afrika Expeditionen
Zirkuli Afrika - Expeditionsreisen
 Startseite TourenInformationenReisebedingungenKontakt   
             


Tour 5
SÜDTANSANIA - MOSAMBIK - MALAWI
  25.09.2010 - 23.10.2010
 Reisepreis inkl. Flug 3.500 Euro / Visa ca. 150 Euro

Reiseroute: Daressalaam – Kilwa – Lindi – Mtwara – Überquerung des Ruvuma (Grenzfluss zu Mosambik) – Mocimboa da Praia – Diaca (Makonde-Land) – Macomia – Quissanga – Ilha (Insel) Ibo – Pemba – Ilha de Mocambique – Nampula – Cuamba – Marrupa (oder - je nach Zustand der Pisten - Rückfahrt Richtung Pemba und über Montepuez nach Marrupa) – Reserva do Niassa (Niassa-Reservat) – Mecula – Mataca – Lichinga – Niassa-See (Malawi-See) – Mandimba – (Grenzübertritt nach Malawi) – Liwonde-Park – Cape Maclear (Malawi-See) – Sengha Bay – Nkatha Bay – Mzuzu – Karonga – (Grenzübertritt nach Tansania) – Ngozi-Krater – Iringa – Daressalaam.

Von Daressalaam fahren wir Richtung Süden an die Küste des Indischen Ozeans nach Kilwa, einer Halbinsel nebst vorgelagerter Insel. Kilwa ist vom 12. Jahrhundert bis ins 16. Jahrhundert eine der mächtigsten und bedeutendsten Swahili-Städte gewesen. Wir können zahlreiche Ruinen bestaunen, u. a. mehrere Moscheen – darunter die „große Moschee“, die als schönste Moschee Ostafrikas gilt –, einen riesigen Palast aus dem 13./14. Jahrhundert sowie ein portugiesisches Fort.

Über die Küstenstädte Lindi (mit Bauten aus der deutschen Kolonialzeit) und Mtwara gelangen wir an den Rovuma-River, der die Grenze zu Mosambik bildet. Bis vor wenigen Jahren konnte dieser Fluss nur mit Einbäumen überquert werden; jetzt verkehrt hier einmal täglich eine aus Deutschland stammende Autofähre.


Durch einsame bewaldete Gegend gelangen wir über die Ortschaften Palma und Mocimboa da Praiha (beides Hafenstädte) in das Land der Makonde, einem alten afrikanischen Bauernvolk, das mit Erfolg jahrhundertelang (bis weit ins zwanzigste Jahrhundert hinein) jede Art Fremdherrschaft abwehren konnte. Nur ca. 50 Km vom arabisch/islamisch sowie portugiesisch/christlich geprägten Küstenstreifen entfernt treffen wir hier auf alte, schwarzafrikanische Kultur. Viele Makonde hängen noch ihrem archaischen Naturglauben an und pflegen ihre traditionellen Riten und Kulte. Die Männer tragen teilweise noch Lendenschurz und sind mit Pfeil und Bogen bewaffnet. Man kann auch Frauen mit Schmucknarben und spitz zugefeilten Zähnen sehen. Weit über Afrika hinaus berühmt sind die Makonde durch ihre Schnitzkunst.


Über die Ortschaften Chai (in der im Jahre 1964 der bewaffnete Befreiungskampf gegen die portugiesische Kolonialmacht begann) und Macomia gelangen wir an die Küste zum Hafenstädtchen Quissanga. Von hier aus unternehmen wir einen Ausflug mit einer Dhau zu der zum Quirimba-Archipel gehörenden Insel Ibo und schlendern durch die alte verlassene portugiesische Kolonialstadt mit ihren prächtigen Villen und Handelskontoren. Bereits Anfang des 16. Jahrhunderts eroberten die Portugiesen die Insel, bauten hier eine Festung und errichteten eine Handelsstation. Ihren wirtschaftlichen Höhepunkt erlebte die Insel Ende des 18./Anfang des 19. Jahrhunderts durch den besonders einträglichen Sklavenhandel. Heute stellt sich Ibo als Freilichtmuseum der alten portugiesischen Kolonialzeit dar.
Weiter geht es zur malerisch gelegenen Hafenstadt Pemba. Hier bietet sich uns die Gelegenheit zu einem erfrischenden Bad im Indischen Ozean.

Ilha de MocambiqueAuf einer guten Asphaltstraße gelangen wir über Namialo zur "Ilha de Mocambique", der wohl ältesten und zugleich am besten erhaltenen historischen europäischen Siedlung im südlichen Afrika. Als erster Europäer ging hier im Jahr 1498 Vasco da Gama an Land.
Ilha de MocambiqueBereits wenige Jahre später, Anfang des 16. Jahrhunderts, vertrieben die Portugiesen die bisher hier ansässigen Araber und Swahili-Leute und begannen, hier eine Festung, eine Kirche und eine Krankenstation anzulegen. Bereits Mitte des 16. Jahrhunderts stellte die Ilha de Mocambique die wichtigste Zwischenstation der portugiesischen Seefahrer auf ihrem Weg nach Ostasien dar. Das auf der Insel errichtete Fort, das im Laufe der Jahrhunderte immer weiter ausgebaut wurde, konnte nicht nur arabischen Angriffen sondern auch über Jahrhunderte hinweg den Attacken und
Belagerungen anderer europäischer Kolonialmächte standhalten.

Ilha de MocambiqueAls im 18. Jahrhundert die Portugiesen ihre ostafrikanischen Besitzungen zur Kolonie erklärten, wurde die Ilha de Mocambique Hauptstadt dieser Kolonie und blieb es bis zum Ende des 19. Jahrhunderts. Der danach einsetzende Machtverfall der Stadt verhinderte Eingriffe in die historische Bausubstanz, so dass die Insel heute ein einzigartiges, zum Weltkulturerbe erklärtes Ensemble-Museum aus der Zeit des Gold- und Elfenbeinhandels, vor allem aber des Sklavenhandels (bestehend aus Palästen, Villen, Kirchen, Verwaltungsgebäuden, Handelskontoren usw.) darstellt.

Von der Küste fahren wir nun über Nampula westwärts ins Landesinnere durch eine eindrucksvolle malerische Gebirgslandschaft und dann beim Landstädtchen Cuamba nach Norden, um zum Niassa Reservat zu gelangen. Unser Weg führt uns durch immer wilder und einsamer werdendes Gebiet - lediglich unterbrochen durch einige Dörfer der noch recht traditionell afrikanisch lebenden Makua und das kleine Städtchen Marrupa. Auf einer 400 Meter langen Brücke überqueren wir den malerischen Rio Lugenda und erreichen das "Reserva do Niassa", ein im äußersten Norden Mosambiks zwischen den Flüssen Lugenda und Rovuma gelegenes, bisher kaum besuchtes und somit noch nahezu unbekanntes, naturbelassenes Wildschutzgebiet. Diese Gegend ist wegen der hier in Massen vorkommenden Tsetse-Fliege nie landwirtschaftlich nutzbar gewesen und konnte infolge ihrer Abgeschiedenheit auch die jahrzehntelange Kriegszeit nahezu unbeschadet überstehen. Hier soll es u.a. noch bis zu 10.000 Elefanten geben. Der größte Teil des Reservats ist bewaldet. Malerisch sind die Flusslandschaften, vor allem am Rio Lugenda.

HipposAuf abenteuerlicher Piste fahren wir nach Westen, dann in südliche Richtung und gelangen über Mataca nach Lichinga, der auf einer Hochebene gelegenen Hauptstadt der Provinz Niassa. Von hier aus geht es nach Mandimba. Dort überqueren wir die Grenze nach Malawi.
Über Liwonde gelangen wir in den am Shire-River gelegenen Liwonde Nationalpark. Hier haben wir Gelegenheit, auf Pirschfahrten und auf einer Bootsfahrt viele Wildtiere aus nächster Nähe zu beobachten.

Weiter geht es zum Cape McLear Nationalpark an den Nyassa- oder Malawisee, den im südlichsten Teil des ostafrikanischen Grabenbruchs gelegenen drittgrößten See Afrikas. Hier können wir die weltberühmten Buntbarsche des Malawisees beobachten, zwischen ihnen baden und schnorcheln.

Malawisee - Senga-BayWir fahren nun westlich des Sees durch weite, in der Ferne von Gebirgszügen umgrenzte Ebenen, aber auch durch bis an den See heranreichende bewaldete Berglandschaft nach Norden. Hier erstreckte sich einst das Bantu-Königreich "Marawi". Im 18. und vor allem 19. Jahrhundert ist dieses schöne und vegetationsreiche Land durch arabische und portugiesische Sklavenhändler und deren Handlanger nahezu entvölkert worden. Hier besorgten sich die Sklavenhändler ihre "Ware", die den Reichtum ihrer Handelsniederlassungen an der Küste des Indischen Malawisee - Senga-BayOzeans (Kilwa, Ibo, Ilha de Mocambique) begründete. Mehrmals übernachten wir in Camps am Ufer des Malawisees und haben auch Gelegenheit zum Baden (auf eigene Gefahr - Bilharziose-Infektionen können nicht ausgeschlossen werden).
Hinter der am nördlichen Seeufer gelegenen Stadt Karonga überqueren wir die Grenze zu Tansania und fahren hinauf ins Gebirge. Sofern uns die Zeit reicht, unternehmen wir noch einen Abstecher zum reizvollen Ngozi-Kratersee. Dann geht es auf guter Straße durch abwechslungsreiche, oft gebirgige Landschaften über Iringa, Mikumi und Morogoro nach Daressalam.


Hinweis:

Es handelt sich um eine Pioniertour. Ob die Strecke wie geschildert gefahren werden kann, hängt von den örtlichen Gegebenheiten und vom Wetter ab. Vieles kann erst vor Ort entschieden werden. Eventuell ist der Weg über Cuamba nach Marrupa nicht möglich, wir müssen dann stattdessen wieder Richtung Pemba und über Montepuez nach Marrupa. Möglicherweise kann auch die Strecke vom Niassa-Reservat über Mataca nach Lichinga nicht befahren werden, so dass wir, um nach Lichinga zu gelangen, wieder nach Marrupa zurück müssen.
Falls die Zeit knapp werden sollte, muss gegen Ende der Reise evtl. auch auf einige Programm-Punkte verzichtet werden, z. B. den Besuch des Liwonde Parks.


Für weitere Auskünfte stehen zur Verfügung:

Johnny Hinzen Tel. 0211/305923 Fax 0211/393756 email: jh.habari@gmail.com

Friedrich Moraw Tel: 07157/64200 Fax 07157/536840 email: b.u.f.moraw@t-online.de


ZIRKULI EXPEDITIONS LTD Nairobi
vertreten durch
Zirkuli Afrika-Expeditionsreisen (Frau Ute Gehring)
Archshofen Nr. 150
97993 Creglingen

 Tel.
 
07933 7219

e-Mail: info@zirkuli.de


 

webmaster@zirkuli.de